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20160905 hochbehaelterDer neue Hochbehälter oberhalb von Wertingens Ortsteil Gottmannshofen bekommt sein neues Flachdach aufgesetzt, nachdem nun der Rohbau der Gebäudehülle fertig ist. Wie berichtet, will die Stadt Wertingen mit dem knapp 1,5 Millionen Euro teuren Bauvorhaben für die nächsten Jahrzehnte die Wasserversorgung für Gottmannshofen und die Region sicherstellen.

Begonnen mit dem imposanten Bau des elf Meter hohen Gebäudes wurde im Mai dieses Jahres. Das Mindelheimer Bauunternehmen Xaver Riebel ist mit dem Bau der Außenhülle beauftragt. Bauleiter Axel Jaud erklärt: „Wir setzen dort einzelne Platten aneinander, allein eine davon wiegt schon sechs bis sieben Tonnen.“ Ein Baukran hilft, die Einzelteile nach oben zu befördern. Dass alles hält und nicht gleich wieder unter der Last zusammenbricht überwacht Reinhard Gundel vom gleichnamigen Wertinger Ingenieurbüro. Gundel ist für die Statik verantwortlich. Während der Deckenmontage sind die Arbeiter mit Seilen gesichert, Wertingens Stadtbaumeister Anton Fink erklärt dazu: „Der Laie muss sich nur vorstellen, wie die Kletterer beim Bergsteigen gesichert sind.“ Zur Erinnerung: das Gebäude ist elf Meter hoch, Vorsichtsmaßnahmen wie diese also durchaus sinnvoll. „Sicherheit auf unseren Baustellen hat oberste Priorität“, erklärt Jürgen Schneider, Projektleiter der Augsburger Ingenieurgesellschaft Schneider-Leibner, welche den Zuschlag für die Bauplanung erhielt. Während der Montagearbeiten werden unter anderem auch zwei Wasserabläufe und zusätzliche Notabläufe eingebaut, um stehendes Wasser auf dem zukünftigen Flachdach zu vermeiden. Außerdem ist dort eine Luke vorgesehen, denn im Plan von Schneider-Leibner ist zukünftig ein Zugang zum Dach mit einer Stahltreppe im Inneren des Gebäudes beabsichtigt. So will man missbräuchlichen Zutritt von Unbefugten vermeiden. Axel Jaud und seine erfahrenen Leute ziehen die Decke innerhalb eines Tages ein: „Wenn wir den Deckel drauf gesetzt haben, ist der Bau dicht.“ 

Nach der Montage der Decke werden als nächsten Schritt mit der Fassadenverkleidung begonnen, im Anschluss folgen die Flachdachabdichtung und der Blitzschutz. Paul Thiel, Mitarbeiter von Schneider-Leibner sagt: „Alles in allem sollten diese Gewerke bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein.“ Der Einbau der Edelstahlbehälter ist erst im Frühjahr 2017 eingeplant.