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20180326 kinderrechteEin Preisgeld von 2 000 Euro durfte eine Gruppe Buben und Mädchen vom städtischen Kinderhaus Sonnenschein im Silbersaal des Deutschen Theaters in Empfang nehmen.

Im Rahmen des Jubiläums „100 Jahre Freistaat Bayern“ hatte das Bayerische Staatsministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Integration sowie das Staatsinstitut für Frühpädagogik zur Teilnahme an einem Kreativwettbewerb für Kindertageseinrichtungen aufgefordert. Das vorgegebene Thema lautete „Kinderrechte“. Hierzu waren die Kinder aus Wertingen so erfolgreich, dass sie sich auf Anhieb den 1. Platz im Regierungsbezirk Schwaben sicherten.

Vor der Abfahrt mit dem Bus zur Münchner Preisverleihung verabschiedete Wertingens Bürgermeister Willy Lehmeier die Kinder sowie Kinderhausleiterin Dagmar Jettenberger und ihr Team mit lobenden Worten: „Ich bin wirklich stolz auf euch und auf das, was ihr da geleistet habt.“ Was der Bürgermeister damit meinte, erklärt Jettenberger ausführlich: „Unsere Vorschulkinder im Alter zwischen fünf und sechs Jahren sowie unsere Hortkinder zwischen sechs und elf Jahren setzten sich mit der von uns eingesetzten Methode des ganzheitlichen Lernens mit den Kinderrechten auseinander.“ Für fünf thematische Bereiche texteten sie Lieder, drehten Filme, ein Fotobuch wurde entwickelt sowie kreative Spielhäuser entworfen. Was den Bürgermeister unter anderem beeindruckte, waren die Interviews dazu, die die Kinder mit Eltern, den Mitarbeitern des Kinderhauses und auch mit ihm geführt hatten. „Wie echte Profis“, lautete sein anerkennendes Fazit. Es kristallisierte sich im Laufe der rund sechswöchigen Projektarbeit heraus, dass für die Kinder unter anderem Schutz vor Gewalt und Misshandlung, das Recht auf Sicherheit und Geborgenheit oder auch das Recht auf Mitbestimmung wichtig waren. Die dafür eingesetzte Lernmethode mit dem Oberbegriff „Rudis Treff“, die Jettenberger, ihre Stellvertreterin Annett Meier und das Team aus Erziehern, Erzieherinnen sowie Kinderpflegerinnen dabei anwendeten, beschreibt Jettenberger so: „Namensgeber für unseren Treff ist ein Rabe, den die Kinder Rudi getauft haben, er findet Donnerstags statt und hat das Ziel, mit allen Sinnen zu lernen. Dazu stellen wir den Kindern Themen und Projekte vor und sie können wählen, an welchem sie dann in Gruppen die nächsten vier bis sechs Wochen mitarbeiten wollen.“ Thematisch orientiere man sich dabei am Bildungs- und Erziehungsplan, heraus kämen interessante Aufgaben und Ergebnisse. „Vergangenes Jahr lautete ein Thema Weltall, dazu erarbeiteten die Kinder das Gestalten eines Planeten, wir haben Weltraumanzüge selbst hergestellt, sie machten sich Gedanken über Astronautenkost und zum krönenden Abschluss sind wir mit allen Vorschulkindern ins Planetarium nach Augsburg gefahren.“

Die Projekte seien je nach Erfordernis auch gruppenübergreifend, auch dadurch sei gemeinschaftliches Miteinander angesagt. „Wir als Pädagogen können mit Hilfe von „Rudis Treff“ Bildungsangebote anbieten, die aufgrund unserer Beobachtungen den Kindern Anreize zum Lernen geben und sie gezielt fördern.“ Dass dieses Prinzip erfolgreich ist, haben die Kinder und ihre Betreuer mit dem ersten Platz in dem aktuellen Wettbewerb auf beeindruckende Weise unter Beweis stellen können. Was sie mit dem Preisgeld machen wollen, haben sie auch schon entschieden: ein neuer Kicker im Eingangsbereich des Kinderhauses Sonnenschein soll es sein. „Da haben dann wieder alle was davon“, lautete die einhellige Meinung.