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20190318 feierliches geloebnisZu einer ganz besonderen Zeremonie ist am kommenden Donnerstagnachmittag das Wertinger Publikum eingeladen: sechs Frauen und 24 Männer im Alter zwischen 18 und 23 Jahren haben ihre dreimonatige Grundausbildung bei der Dillinger Bundeswehr erfolgreich abgeschlossen und unterziehen sich nun öffentlich dem sogenannten Feierlichen Gelöbnis.

„Ich gelobe, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“, lautet der Satz, mit dem die freiwilligen Wehrdienstleistenden auf ihre Grundpflicht gegenüber der Bundesrepublik Deutschland verpflichtet werden. Zeitsoldaten hingegen legen mit einem Schwur ihren ansonsten wortgleichen Diensteid ab. In Deutschland wird die Zeremonie seit den 80er Jahren öffentlich abgehalten.

Am kommenden Donnerstag beginnt im Wertinger Schlossgraben um 15 Uhr das rund einstündige „Feierliche Gelöbnis“ der Rekruten. Die Bürger sind seitens der Bundeswehr und der Stadt herzlich eingeladen, der Zeremonie beizuwohnen. Bürgermeister Willy Lehmeier äußert sich anerkennend über die Bundeswehr: „Es ist eine erfreuliche Entwicklung, dass sich für dieses Gelöbnis so viele junge Leute für die Arbeit in der Wehr begeistert haben.“ Er wisse aus eigener Erfahrung, wie viel man durch einen Aufenthalt dort für das eigene Leben mitnehmen könne. „Wir wissen, dass es trotz hoher Auftragsdichte für die Bundeswehr heutzutage schwer ist, junge Menschen für den Dienst in der Bundeswehr zu begeistern.“ Lehmeier ist stolz, dass im Schlossgraben das Gelöbnis stattfindet, denn Wertingen ist seit zehn Jahren Patin der „Fünften Kompanie des Informationstechnikbataillon 292“.

Major Anne Schönberger ist Chefin dieser Kompanie und ist für circa einhundert Menschen verantwortlich. Die 34-jährige berichtet, dass von den dreißig jungen Rekruten, die am Donnerstag von ihrer Grundausbildung verabschiedet werden, bereits elf als Zeitsoldaten eingestellt sind, „und sich der Rest zum freiwilligen Wehrdienst gemeldet hat.“ Die erlernten Kenntnisse in der Grundausbildung – körperliche Fitness, überwinden von Hindernissen im Gelände, Waffen-, Schieß- und Sanitätsausbildung sowie technische und politische Bildung, Wehrrecht und vieles mehr – würden nun weiter vertieft, so Schönberger. Überzeugend erklärt die Majorin, wie vielfältig die Ausbildungs- und Berufschancen in der Bundeswehr seien: „Die bei uns erreichten Schul-, Ausbildungs- und Meisterabschlüsse werden später auch in den zivilen Bereichen anerkannt, außerdem erweisen sich die zahlreichen Lehrgänge, die die Bundewehr anbietet, im zivilen Leben oft als sehr wertvoll.“ Erfreulich ist für die Kompaniechefin, dass sie während ihrer langen Zugehörigkeit bei der Bundewehr häufig die Erfahrung gemacht habe, „dass die jungen Menschen zum einen etwas für die Gesellschaft tun möchten, zum anderen aber auch die Kameradschaft ein wesentlicher Punkt für viele ist, in der Bundeswehr zu dienen.“ Bei gemeinsamen Einsätzen müsse man sich aufeinander verlassen können, das schweiße zusammen, weiß Schönberger. Sie selbst trat 2004 nach dem Abitur in die Bundeswehr ein, nachdem sie im Jahr 2000 die Truppe besuchen durfte. „Das hat mich total begeistert.“ Heute sagt sie: „Ich habe bei der Bundeswehr meinen Traumberuf gefunden.“ Es sei für sie nie eine Frage gewesen, sich auch an Auslandseinsätzen zu beteiligen, „darüber sollte sich jeder Gedanken machen, der sich bei der Bundeswehr verpflichtet.“ Sie sagt: „Eine gute familiäre Bindung ist hier hilfreich.“ Auch deshalb hat die Bundeswehr für den Donnerstag nicht nur hohe Gäste, sondern auch die Eltern und Familien der dreißig Frauen und Männer zur Feier im Schlossgraben eingeladen. Auf der eigens aufgebauten Ehrentribüne wird neben Bürgermeister Willy Lehmeier der kommandierende General des Eurokorps, Generalleutnant Jürgen Weigt und der stellvertretende Kommandant des Dillinger Bataillons, Oberstleutnant Andreas Hadersdorfer Platz nehmen. Weiter sind die Mitglieder des Wertinger Stadtrats sowie Ehrenbürger und die Träger der Bürgermedaille eingeladen, an der Zeremonie teilzunehmen. Major Schönberger betont: „Wir würden uns wirklich über ein großes Interesse der Bevölkerung freuen.“

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