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20190401 generalleutnant weigtDas Dillinger Informationstechnikbataillon 292 zelebrierte nach acht Jahren zum zweiten Mal ein feierliches Gelöbnis im Schlossgraben der Patenstadt Wertingen. Viele Zuschauer sowie Angehörige der 30 Rekruten verfolgten die Zeremonie, die nicht zuletzt auch durch den Besuch des kommandierenden Generals des Eurokorps, Generalleutnant Jürgen Weigt, für die jungen Menschen zu etwas Besonderem wurde.

Sie legten ihren Diensteid ab beziehungsweise gelobten, „…der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.“ 

Sich für den Dienst in der Bundeswehr zu entscheiden, ist für Maurice Prinz aus Frauenstetten ein klarer Vorteil. Noch kam der 23-jährige als Zuschauer in den Schlossgraben, denn er begründete sein Interesse am Gelöbnis mit seiner eigenen Bewerbung bei der Bundeswehr: „Ich finde, die Bundeswehr ist ein interessanter Arbeitgeber und bietet vielfältige Möglichkeiten, gerade für mein Wunsch-Studium Wehrtechnik ist der Weg über die Bundeswehr ideal.“ Auch die sportlichen Anforderungen, die der Dienst an junge Menschen stellt, schrecken ihn nicht ab. „Außerdem“, so sagte er, „geben aufschlussreiche Internetseiten inzwischen viele Informationen über die Wehr preis, das war früher nicht so einfach.“

Ähnlich mögen es sich die dreißig jungen Männer und Frauen des Dillinger IT-Bataillons 292 gedacht haben, als sie sich seit Januar der mehrwöchigen Grundausbildung gestellt haben und diese nun erfolgreich hinter sich gelassen haben. Nun standen sie in Reih und Glied in strahlendem Sonnenlicht und unter blauem Himmel und hörten auf die Worte des Generals Jürgen Weigt: „Ihr Dienst darf Sie mit Stolz erfüllen, wenn nicht Überheblichkeit und falscher Pathos Auslöser ihres Stolzes sind.“ Das Gelöbnis sei kein „Spektakel eines, aus der Zeit gefallenen militärischen Zeremoniells“, so Weigt. Er bat die Rekruten, sich über ihr zukünftiges Handeln Gedanken zu machen: „Der Zweck Ihres Handelns muss Ihnen heute klar sein, darüber in kritischen Situationen nachzudenken, sei viel zu spät.“ Er forderte die Männer und Frauen auf: „Sie müssen das, wofür Sie stehen jeden Tag mit Leben füllen.“ Weigt erinnerte: „Soldatisches Handeln verlangt bisweilen Gehorsam und eigene Belange hinten an zu stellen.“ Der General sprach über sein eigenes Gelöbnis vor 42 Jahren, es sei ein Gänsehaumoment gewesen. Er betonte in seiner Gelöbnisrede auch, wer gelobe oder schwöre, „der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“, müsse sich auch darüber im Klaren sein, das dies, wenn erforderlich, unter Einsatz des eigenen Lebens geschehen kann.

Auch Wertingens Bürgermeister Willy Lehmeier wünschte den jungen Rekruten, diese Stunde möge allen in sorgsamer Erinnerung bleiben. Wie auch der General, betonte Lehmeier: „Es gibt wenige Staaten, bei denen die Freiheit des Einzelnen mit all seinen Facetten einen so großen Schutz genießt, wie bei uns in Deutschland.“ Diese Freiheit sei ein Geschenk, das man hüten und pflegen sollte wie einen Schatz, sie sei etwas, wofür man mitunter auch kämpfen müsse, um sie behalten zu können. „Als Bürgermeister begrüße ich es mit Nachdruck, Ihnen unseren Dank und Respekt in aller Öffentlichkeit zu bezeugen.“

Der Einzug der jungen Rekruten folgte einem gut organsierten Ablauf. Musikalisch begleitetet von den Musikern und Musikerinnen des Gebirgsmusikkorps aus Garmisch-Partenkirchen marschierten sie vorbei an der Ehrentribüne und den Abordnungen ihrer Kameraden. Die Gäste, die die Bundeswehr geladen hatte – unter anderem Bürgermeister aus der Region sowie Wertinger Ehrenbürger, Reservisten und Stadträte –, verfolgten aufmerksam das Geschehen. Sie wurden begrüßt vom stellvertretenden Kommandeur des IT-Bataillons 292, Oberstleutnant Andreas Hadersdorfer. Dieser dankte den Rekruten und Soldaten für deren Beitrag, dafür zu sorgen, dass die Bundeswehr auch zukünftig ihren Verpflichtungen nachkommen und Herausforderungen meistern könne.

General Weigt, Oberstleutnant Hadersdorfer und viele andere sind für den jungen Bewerber Maurice Prinz sicher eine Bestätigung, dass es richtig war, sich bei der Bundeswehr zu bewerben. Weigt und Hadersdorfer absolvierten dort neben vielen anderen Ausbildungseinheiten erfolgreich ein Studium und haben ihren Platz in der Bundeswehr gefunden.

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