Wertingen

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20191127 wuenschewagenEin Projekt der ganz besonderen Art wird auf der Wertinger Schlossweihnacht am Samstag und Sonntag, den 7. und 8. Dezember vorgestellt. Ein blauer Wünschewagen, um Herzenswünsche von schwerkranken Menschen mithilfe von vielen Ehrenamtlichen erfüllen zu können.

Claudia Lijsen vom ASB Wertingen erklärt das Prinzip des Projekts, das seit einem Jahr auch in unserer Region umgesetzt wird: „Letzte Herzenswünsche von schwerstkranken Menschen am Lebensende erfüllen.“ Sie berichtet: „Den Wünschewagen Allgäu/Schwaben, an dem der ASB RV Dillingen-Donau-Ries e.V. beteiligt ist, gibt es seit einem Jahr und er hat die komplette Ausstattung eines Krankentransportwagens mit allem medizinischen Equipment, was man zur Versorgung schwerkranker Menschen auf einer Fahrt benötigt.“

Die ASB-Projektbeauftragte betreut die Region Dillingen-Donau-Ries und beschreibt die weitere Ausstattung des Wünschewagens: „Die Innenausstattung ist in beruhigendem Blau gehalten, mit Kuscheldecke und Kopfkissen in Sternenmuster, Fernseher und Soundanlange zur Überbrückung weiter Fahrstrecken und einer Blumenvase sowie mit speziellen Lichteffekten und Panoramafenstern.“ Die medizinische Ausrüstung sei geschickt und unbemerkt verstaut, nichts soll den Fahrgast auf der Fahrt zum Sehnsuchtsort oder einem geliebten Menschen stören oder gar von der Erfüllung des Herzenswunsches ablenken. Begleitet werden dieser und ein Angehöriger von ehrenamtlich arbeitendem Fachpersonal aus den Bereichen Pflege und Rettungsdienst, so Lijsen weiter. „Das gesamte Projekt basiert auf reinem Ehrenamt, die sehr gerne Urlaubstage oder Wochenenden dafür einsetzen, um dieses Herzensprojekt zu unterstützen.“ Auf der Wertinger Schlossweihnacht wollen Lijsen und ihre Leute aber nicht nur über das Prinzip des Wünschewagens informieren, „sondern auch über das, was mit den Spenden passiert ist.“ Denn das Projekt „Wünschewagen“ finanziert sich ausschließlich aus Spenden. Man will, dass alles so transparent wie möglich dargestellt werde, versichert Lijsen.

Erstaunlich ist, dass für die Erfüllung dieser letzten Herzenswünsche sich Menschen aus allen Hilfsorganisationen engagieren und nicht nur die Mitarbeiter des ASBs. Lijsen selbst hat schon mehrere Fahrten als Begleitperson betreut, sie sagt: „In den vergangenen zwölf Monaten fuhren wir 44-mal unsere Gäste – wir nennen sie so – und erfüllten letzte Herzenswünsche.“ Diese seien ganz unterschiedlich, so Lijsen weiter: „Unser jüngster Gast war neun Jahre alt und wollte noch einmal ins Legoland und unseren bislang ältesten Gast im Alter von 86 Jahren fuhren wir zur Hochzeit seines Enkels.“ Andere wollen noch einmal nach Hause, wollen sich verabschieden von Angehörigen, Nachbarn und Haustieren, möchten noch ein Konzert besuchen oder ein letztes Mal vor einer Berghütte sitzen. All diese letzten Herzenswünsche konnten die Ehrenamtlichen erfüllen und machten damit nicht nur den Schwerstkranken eine letzte Freude, sondern irgendwie auch sich selbst. Lijsen versichert: „So schwer das immer wieder ist, so schön ist es auch für einen selbst, die Freude und leuchtenden Augen unserer Gäste zu erleben.“

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