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20200310 metzgerei ottingerBernd Ottinger ist 43 Jahre jung, verheiratet, ist Vater von zwei Buben und pendelt seit September täglich zwischen seinem Wohnort Rain am Lech und Wertingen.

Denn der ausgebildete Metzgermeister hat in nahtlosem Übergang am 1. September 2019 die ehemalige Metzgerei Baptist in Wertingens Mitte übernommen. Keiner hat dies so richtig bemerkt, weil, „…ich alle Mitarbeiter die bleiben wollten, übernommen habe.“ Und alle sind geblieben. Die zehn Verkäuferinnen, die tagtäglich hinter dem Verkaufstresen standen und bis heute die Kundschaft bedienen, sagen bereits nach der kurzen Zeit, sie hätten mit Bernd Ottinger einen tollen Chef bekommen.

Wen mag das noch wundern, wenn der „neue Chef“ sagt: „Ich möchte, dass sich meine Leute wohl fühlen, deshalb bekommt bei mir jeder 30 Tage Urlaub, ich gebe Personalrabatte, Essen und Getränke und ich stelle die Kleidung.“ Außerdem scheint der neue Pächter ein umgänglicher Mensch ganz ohne Allüren zu sein. Fragt man ihn, ob er nach den wenigen Monaten zufrieden ist mit der Betriebsübernahme, hört man ein klares „Ja“. „Mein Ziel ist es in der Hauptsache, dass ich genügend Geld habe für die Löhne der Mitarbeiter und für gute Ware.“ Die bezieht er ganz bewusst ausschließlich von Schlachthöfen, die sich Tiere aus der Region holen. So kauft er sein Schweinefleisch von der Wertinger Erzeugergemeinschaft und das Rindfleisch vom Schlachthof Neuburg. Dann verarbeiten er und drei angestellte Metzger mit ihm das Fleisch zu Wurstwaren und zerlegen die Tiere fachgerecht. „Wir fangen um vier Uhr morgens an“, sagt Ottinger und fügt hinzu, „mich schrecken die langen Arbeitstage nicht.“ Meist sei er nämlich nicht vor 20 Uhr wieder Zuhause in Rain am Lech. Er sei viel Arbeiten gewöhnt, seine Eltern hatten nicht nur eine Metzgerei, sondern auch noch eine Gaststätte. Da habe er schon als Junge ausgeholfen, „das war damals ganz normal“. Sagt er und lacht verschmitzt.

Den, wie er sagt, Feinschliff für seine Arbeit als Metzger hat sich Ottinger in den Jahren vor der Selbstständigkeit in verschiedenen Metzgereien und Betrieben angeeignet. Da er schon länger auf der Suche nach einem geeigneten Laden war, griff er zu, als er über die Handwerkskammer erfuhr, dass in Wertingen eine Metzgerei zu übernehmen war. Um seine Kundschaft nicht zu verunsichern, habe er in dem Geschäft, das seit langem von den Menschen als Metzgereibetrieb geschätzt wird, noch nicht viel verändert. „Das gängige Angebot habe ich beibehalten, lediglich einen Kühlschrank für die Konserven steht jetzt im Laden.“ Für die Kalorienbewussten liegen nun auch ein besonders magerer Saftschinken und andere fettreduzierte Wurstwaren in der Auslage, so Ottinger. Noch bleibe mangels Personal der Mittwochnachmittag geschlossen, doch das wolle er ändern, sagt der 43-jährige, außerdem sei geplant, das Angebot der „warmen Theke“ zu erweitern.

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