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20200630 spielwaren kroemer2017 hat die Filialkette Spielwaren Krömer das alteingesessene Fachgeschäft von Egon Siwi im Herzen von Wertingen übernommen. Dieser übergab die Ladenschlüssel in der Hauptstraße 20 einem Unternehmen, dem er vertraute.

Christian Krömer führte gemeinsam mit dem Vater und Bruder bereits 23 Filialen, verteilt zwischen Schweinfurt im Norden Bayerns und Garmisch im Süden. Siwi und Krömer kannten sich, man schätzte und unterstützte sich gegenseitig, pflegte einen guten Erfahrungsaustausch. „Will man heutzutage in unserer Branche überleben, kann man das nur mit Filialen.“ Der heute 37-jährige kennt das Geschäft seit seiner Kindheit. Die Eltern eröffneten vor 36 Jahren  den ersten Spielwarenladen in seinem Heimatort Schrobenhausen, den zweiten im Jahr 2000 in Aichach. Es sei harte Arbeit gewesen, erinnert er sich. Dem Vater war bereits bewusst, „dass in der Branche ein Überleben mit nur ein, zwei Filialen nicht machbar ist.“ Krömer erklärt das mit günstigeren Angebotspreisen aufgrund der höheren Bestellstückzahlen sowie einer wesentlich besseren Warenverfügbarkeit. „Heutzutage werden Läden wie die unseren nur noch gemanagt, wir sind schnell, verändern fast im Jahresrhythmus einen bestimmten Teil des Sortiments und dürfen aufgrund der hohen Stückzahlen mit einem bevorzugten Verhalten der Lieferanten rechnen.“ Krömer ist sich sicher: „Wertingen hätte heute unter Umständen keinen Fachbetrieb für Spielwaren mehr in seiner Mitte, hätten wir den Laden nicht übernommen.“ Man wolle in der Zusamstadt bleiben, versichert er. Da sie jedoch, im Gegensatz zum Vorgänger Siwi als Hauseigentümer, nun auch Miete bezahlen müssen, müsse man auch mehr Umsatz erwirtschaften, um rentabel zu bleiben.

Als Christian Krömer vor sechzehn Jahren ins elterliche Geschäft einstieg – ein Jahr vor seinem Bruder Daniel – hatte der nach der Schule eine Ausbildung zum Informatikkaufmann hinter sich gebracht, hatte geheiratet und ist inzwischen selbst Vater von drei Kindern geworden. Sein Arbeitsalltag findet viel im Auto statt, denn er besucht die nun 24 Geschäfte im Radius von rund 250 Kilometer regelmäßig. In der 140 Quadratmeter großen Wertinger Filiale sind vier Mitarbeiterinnen für den Service und Verkauf zuständig.

Der Lockdown im März hat den Familienbetrieb genauso hart getroffen, wie viele andere, sagt er rückblickend. „Wir waren fast tot.“ Man bot zwar schon einen Onlineverkauf an, „aber das lief so nebenbei mit.“ Von einem Tag auf den anderen hing der Betrieb an diesem dünnen Faden. „Nach dem ersten Schock sind wir auch in diesem Bereich aktiv geworden, haben von unseren Kunden viel Solidarität erfahren, waren auch immer in Kontakt mit unseren Mitarbeitern und können heute auf ein gutes Krisenmanagement schauen.“ Dank vieler Maßnahmen seien alle Mitarbeiter und Filialen auf die Wiedereröffnung gut vorbereitet gewesen, so Krömer.

Der junge Unternehmer und seine Familienmitglieder blicken wieder zuversichtlich nach vorn – auch für die Filiale in Wertingen: „Hier hat es eine starke Weihnachtssaison, auf die wir uns freuen, insofern bin ich mir sicher, können wir nach wie vor unsere Rolle als Nahversorger in Wertingen wahrnehmen.“ Dies sei laut Krömer in heutiger Zeit nicht mehr selbstverständlich.

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